23 April 2010

Trainingscamp Milano Marittima

Nach einem Jahr aussetzen fahren Wolfgang und ich dieses Jahr wieder ins Trainingslager nach Milano Marittima. Wie vor 2 Jahren sind die Rhoihessekurbler aus Gau-Algesheim  und auch Stefan (Panik) dabei. Leider mußte Did und auch Reinhardt kurzfristig absagen und so sind wir zu Acht mit Axel, Andreas, Ralf, Oli, Andre, Stefan, Wolgang und mir.

Samstag 17. April 2010
Die Fahrt von Steinfeld, wo wir zum Fliegen waren, an die Adria dauert gut 6 Stunden und ist leider ziemlich verregnet. So ist klar, dass wir nicht zu einer Einrollrunde komme. Als wir im Ambra ankommen, glauben wir schon das falsche Hotel betreten zu haben, denn alles ist neu.

Die neue Vitrine
Neues Ambra (Vitrine)

Das neue Ambra

Neues Ambra
 
Wir treffen aber gleich Axel und Oli und so ist großes Hallo angesagt. Ansonsten ist alles beim Alten, auch wenn Hilde nicht mehr das Regiment führt. Nach dem Abendessen (wie immer lecker und reichlich), steht die Besprechung auf dem Programm. Werner Koglin hat vor einem Jahr die Leitung  übernommen und für diese Woche Igeo und Giancarlo als weitere Trainer gewonnen. Es gibt also 3 Gruppen, die traditionelle Cappuccinogruppe ist aber nicht dabei. Es ist gleich klar, dass wir in der 2. Gruppe bei Werner mitfahren, denn es ist eine ganze Gruppe junger Schweizer im Hotel, die natürlich in der 1 mit Giancarlo fahren. Nach einem Abschlußbier geht es in die Heia.

Sonntag 18. April 2010
Endlich fahre ich wieder in der Emilia Romagna. Das ist einfach mein Trainingsgebiet und ich freue mich schon seit Wochen auf die flache Anfahrt zum Bertinoro. Werner ist kein Freund von Forlimpopoli und so fahren wir nach St. Maria geradeaus nach Panaghina und die steile Auffahrt nach Bertinoro. Dort oben bin ich noch nicht einmal Letzte, was mich natürlich freut. Nach einer kleinen Fotosession geht es weiter.

Rhoihessekurbler
Rhoihessekurbler

Bertinoro
Die Schweizer in Bertinoro

Wir fahren noch über Polenta nach Fratta Therme, wo wir eine Cappuccinopause einlegen. Die Rückfahrt führt uns wieder über Panaghina, so bekommen wir noch ein paar zusätzliche Höhenmeter. Die Gruppe rollt prima, allerdings fallen hinten immer mal wieder Mitfahrer raus und wir müssen das Tempo drosseln. Dies aber nur bis zu den Salinen, denn dort gibt es traditionell den Salinensprint.

20100418 Bertinoro Polenta
Erste Ausfahrt

Den Nachmittag verbringe ich mit Lesen und Dösen auf dem Bett, einfach Urlaub machen.


Montag 19. April 2010
Heute geht es auf eine meiner Lieblingsstrecken, die 18 Kehren hoch nach Sogliano. Da dies aber zu einfach oder auch zu wenig ist baut werner im Vorfeld noch etwas ein. Am Start sieht die Gruppe etwas anders als am Vortag aus. Ein paar Fahrer sind nach unten gewechselt, dafür haben wir aber auch Zuwachs von oben bekommen.

Abfahrt
Am Start

Werner fährt nicht ganz den traditionellen Weg zum Sportplatz bei Savignano, es geht durch Sala, ein Ort das ich gar nicht mag. Vor ein paar Jahren war ich dort beinahe von einem Auto vom Rad geholt worden und seitdem meide ich Sala. Dieses mal geht alles gut und nach einer guten Stunde sind wir auf dem Sportplatz, dieses Jahr mit Zirkuszelt.

Sportplatz
Sportplatz

Sportplatz

Tradition

Jetzt biegen wir ins Wellental ab, fahren aber nicht bis zum Ende und den 18 tornanti, sondern biegen nach Cento ab. An der Strasse nach Roncofreddo legen wir eine Pause ein, denn es gibt einen Platten. Zeit für ein paar Fotos.

Panne
Plattfuss

Vor Roncofreddo
Vor Roncofreddo

Wir fahren nach Roncofredo hoch, machen aber keinen Stop, sondern es geht gleich runter ins Wellental. Am Fuß der Kehren sammelt sich die Gruppe kurz und dann geht es den geliebten Berg hinauf. In Sogliano gibt es einen Kaffee auf dem Markplatz, wo wir auch die Gruppe Igeo treffen.

18 tornanti
18 tornanti

Sogliano

Sogliano

Auf der Heimfahrt machen wir noch einen kleinen Umweg und fahren an der Villa Pantani vorbei.

Villa Pantani
Villa Pantani

Villa Pantani
Pantani-Bus

Dienstag 20. April 2010
Heute soll es über den Cavallo gehen. Wie immer stehen wir um 10 Uhr am Start, aber schon dort merke ich, dass ich leichte Magenprobleme habe.

Abfahrt
Abfahrt

Die Fahrt durch die Salinen geht zwar ganz gut, aber irgendwie ist mir nicht gut, ob das wohl die gestrigen Muscheln sind? In Panaghina entscheide ich, nicht mit der Gruppe weiter zu fahren. Wolfgang sagt bei Werner Bescheid und bleibt bei mir. Wir fahren noch auf den Bertinoro und in meinem Tempo geht das auch ganz gut. Nach einer kurzen Pause am Brunnen fahren wir noch zu Neri. Leider ist Frau Neri nicht da, sie hütet zu Hause die Enkel. Drum sind wir schon am frühen Nachmittag im Ambra und können die Cavallo-Helden in Empfang nehmen.

Axel
Axel

Ralf
Ralf

Nach den Nudeln geht es zu Boghetta, aber ausnahmsweise kaufe ich mir kein neues Fahrrad.


Mittwoch 21. April 2010
Heute ist die Königsetappe angesagt und es soll nach Perticara gehen. Nach meinem teilweise Ausfall vom Vortag bin ich ein wenig skeptisch, aber schon auf der Anfahrt nach Savignano geht es mir blendend. Bei der Auffahrt nach Sogliano zieht sich die Gruppe weit auseinander und ich mache (natürlich) das Schlußlicht. Dies ist aber in dieser Gruppenbesetzung kein Problem, alle warten gerne auf dem Marktplatz. Leider verlieren wir Andre bei er Auffahrt, da er sich sein Schaltwerk abreisst, sehr schade!!!
Nach der Sogliano-Pause geht es auf zum Passo Grillo, der sich heute sehr einfach fahren lässt.

Grillo
Auffahrt Grillo

Grillo
Passo Grillo

Auf der Abfahrt rutsche ich ganz merkwürdig auf meinem Sattel herum und werde immer langsamer. Der Sattel wackelt immer mehr und ich bin glücklich unten anzukommen. Dort wird klar, dass sich die Schrauben gelöst haben und ich den Sattel fast verloren hätte. Wie gut, Werkzeug dabei zu haben.
Nach kurzer Reparaturpause fahren wir nach Novafeltria und den langen Anstieg nach Perticara hinauf. Ich bin einfach nur glücklich, denn dies ist meine absolute Lieblingsstrecke und das Beste kommt ja noch.

Perticara
Perticara

Perticara

Perticara

Meine Lieblingsabfahrt über den Höhenzug unterbrechen wir in Barbotto, dort machen wir eine kleine Pause.

Barbotto
Barbotto

Höhenzug
Höhenzug

In Sogliano gibt es eine Gruppenteilung, ein Teil fährt die 18 tornanti runter und dann das Wellental entlang, aber ich fahre lieber den Höhenzug hinunter. Den Weg von Savignano nach Milano Marittima legen wir gemeinsam zurück, natürlich mit abschließendem Salinensprint.

Donnerstag 22. April 2010
Donnerstag ist traditionell der Ruhetag, also rollen wir locker durch die Salinen. Nach gut zwei Stunden machen wir erst bei Boghetta und dann in einem Cafe eine Pause.

Andre und Oli
Andre und Oli

Andreas und Axel
Andreas und Axel

Nach der Pause geht es nicht gleich zurück, sondern noch bis Gatteo. Die Fahrt zurück macht richtig Laune, die Emilia Romagna ist einfach mein Trainingsgebiet.
Am Nachmittag laufen im Hause die Vorbereitungen für den Abend in Lucianaos Bauernhof. Gegen 18 Uhr fahren wir los. Dieses Jahr wird allerdings nicht gegrillt, es ist auch ganz schön frisch. Das Essen ist dennoch lecker wie immer und mit Gitarrenmusik und viel Spaß geht der Abend zu Ende.

Die Tafel bei Luciano
Die Tafel

Musik 
Gitarrenmusik

Zwei Italiener
Zwei kleine Italiener

Freitag 23. April 2010
Die Wettervorhersagen sind leider eingetroffen, es regnet in Strömen. Am Frühstückstisch überlegen alle, ob wir nicht vorzeitig abreisen sollen. Giancarlo kommt mit den neuesten Aussichten, die für den Tag keine Wetterbesserung vorhersagen. Also sind wir schnell entschlossen, die Zelte abzubrechen. Nur einige Wenige bleiben, der Rest macht sich gegen 10 Uhr auf die Autobahn.

Es war wieder mal ein super Trainingscamp in Milano Marittima. Die Organisation von Werner ist gut und die Ausfahrten haben super Spaß gemacht. Nächstes Jahr gerne wieder!